Fallstudie · Terminalserver
106 Filialen über eine zentrale RDS-Farm
Für einen namhaften Discounter mit Sitz in Dortmund hat INFONET eine zentrale Microsoft Windows RDS-Farm aus fünf Servern konzipiert und implementiert. Darüber werden 106 Filialen mit den benötigten Anwendungen versorgt. Nach der Fertigstellung ging der Betrieb an das interne Administratorenteam über.
Die Herausforderung
Bei 106 Standorten wird jede Einzelinstallation zum Problem
Bei 106 räumlich verteilten Filialen verursacht eine dezentrale IT-Struktur erheblichen Administrationsaufwand. Anwendungen, Updates und Konfigurationen müssten sonst auf einer großen Zahl einzelner Systeme gepflegt werden – jede Änderung wird damit zu einem Rollout über hundert Standorte.
Die zentrale technische Frage lautete deshalb: Wie lassen sich 106 Filialen über eine gemeinsame Windows-Infrastruktur zuverlässig mit Anwendungen versorgen und zentral administrieren?
Die Antwort war eine Remote-Desktop-Services-Umgebung, in der die Anwendungen zentral bereitgestellt werden und die Filialen darauf zugreifen. Installiert und aktualisiert wird an einer Stelle, nicht an hundertsechs.
Die Architektur
Vom Filialnetz zur zentralen Anwendungsumgebung
106 Filialen
Jede Filiale braucht dieselben Anwendungen – aber keine eigene Serverinstallation dafür.
Zentrale Standortanbindung
Die Filialen greifen über die Standortanbindung auf die zentrale Umgebung zu.
Windows RDS-Farm mit fünf Servern
Bewusst kein einzelner Terminalserver: Benutzersitzungen und Systemlast verteilen sich auf fünf Maschinen.
Zentrale Anwendungen und Ressourcen
Software-Rollouts, Updates, Versionswechsel und Berechtigungen werden an einer Stelle gepflegt.
Auslegung
Was bei einer Farm dieser Größe entscheidet
Eine RDS-Farm steht und fällt mit der Dimensionierung. Berücksichtigt wurden unter anderem:
- Anzahl gleichzeitiger Sitzungen
- CPU- und RAM-Bedarf je Sitzung
- Storage-Performance
- Netzwerkbandbreite zu den Filialen
- Benutzerprofile
- Applikationskompatibilität
- Drucker an den Standorten
- Gruppenrichtlinien
- Lastverteilung über die fünf Server
Das Betriebsmodell
Gebaut von INFONET, betrieben vom Kunden
Eine Besonderheit dieses Projektes war das Betriebsmodell. INFONET wurde mit Konzeption und Implementierung beauftragt; die dauerhafte Betreuung sollte anschließend das bereits vorhandene interne Administratorenteam übernehmen.
Nach erfolgreicher Implementierung wurde die Umgebung deshalb an die interne IT-Abteilung übergeben. Zum Projektabschluss gehörte damit nicht nur die technische Bereitstellung, sondern auch die Übergabe der für den weiteren Betrieb erforderlichen Informationen an die internen Administratoren.
Das ist uns wichtig genug, um es hier zu nennen: Wir bauen Umgebungen so, dass sie auch ein anderes Team weiterführen kann. Eine Infrastruktur, die nur der Ersteller versteht, ist kein Ergebnis, sondern eine Abhängigkeit.
Ergebnis
Eine Umgebung, die ein Filialnetz dieser Größe trägt
Realisiert wurde eine zentrale Windows-RDS-Farm aus fünf Servern, über die 106 Filialen mit zentral bereitgestellten Anwendungen verbunden sind. Der administrative Aufwand an den einzelnen Filialstandorten ist gegenüber einer vollständig dezentralen Umgebung deutlich reduziert.
Nach Fertigstellung und Übergabe hat das interne Administratorenteam des Kunden den laufenden Betrieb übernommen.
- 106 Filialen an eine gemeinsame Umgebung angebunden
- Fünf RDS-Server mit verteilter Benutzerlast
- Einheitliche Softwarestände an allen Standorten
- Vereinfachte Software-Rollouts und zentrale Updates
- Zentrale Benutzer- und Rechteverwaltung
- Skalierbare Architektur für weiteres Wachstum
Projektdaten auf einen Blick
106 Filialen · 5 RDS-Server · zentrale Windows RDS-Farm · Microsoft Remote Desktop Services · zentrale Anwendungsbereitstellung · Lastverteilung · zentrale Administration · Implementierung durch INFONET · Übergabe an das interne Administratorenteam
Häufige Fragen
Was Interessenten dazu meistens fragen
Warum fünf Server und nicht ein großer?
Aus zwei Gründen. Erstens verteilt sich die Last: Fällt ein Server aus oder braucht er ein Update, verlieren nicht alle Benutzer gleichzeitig ihre Sitzung. Zweitens skaliert eine Farm besser – kommen Standorte hinzu, ergänzt man einen Server, statt den einen großen zu ersetzen.
Ist das nicht überholt? Man macht heute doch alles in der Cloud.
Zentrale Anwendungsbereitstellung ist genau das, was Cloud-Desktops ebenfalls tun – nur an einem anderen Ort. Ob die Farm im eigenen Rechenzentrum oder bei einem Anbieter steht, ist eine Kosten- und Latenzfrage. Das Prinzip, Anwendungen zentral statt an jedem Standort zu betreiben, bleibt richtig.
Übernehmen Sie den Betrieb, oder übergeben Sie immer?
Beides ist möglich, und der Kunde entscheidet. Hier gab es ein eigenes Administratorenteam, also war die Übergabe der richtige Weg. Bei Kunden ohne eigene IT-Abteilung betreuen wir die Umgebung dauerhaft weiter. Was wir nicht bauen, sind Umgebungen, aus denen man nicht mehr herauskommt.
Wie viele Benutzer verträgt so eine Farm?
Das lässt sich nicht pauschal sagen – es hängt an den Anwendungen, am Sitzungsverhalten und am Speicherbedarf je Benutzer. Deshalb steht am Anfang eine Aufnahme der tatsächlichen Nutzung, nicht eine Katalogempfehlung des Herstellers.
Hinweis zur Vertraulichkeit
Aus Gründen der Vertraulichkeit veröffentlichen wir Kundennamen und Ansprechpartner nur mit ausdrücklicher Zustimmung. Bei konkretem Interesse stellen wir nach Rücksprache mit dem Referenzkunden gerne einen persönlichen Kontakt her.
Kostenloses Erstgespräch
Viele Standorte, überall dieselbe Software?
Wenn ein Update bei Ihnen bedeutet, dass jemand an jeden Standort muss, lohnt sich das Gespräch. Wir sehen uns Ihre Anwendungen und Ihr Netz an und sagen, was sich zentralisieren lässt.
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