Fallstudie · Standortvernetzung

Mehrere Standorte, eine zentrale IT – betreut aus Köln

Ein Filialunternehmen mit mehreren räumlich getrennten Standorten arbeitet mit einem gemeinsamen Buchungssystem. Eine Buchung an einem Standort muss auch an den anderen zeitnah vorliegen. INFONET hat dafür die zentrale Server-, Netzwerk- und Sicherheitsarchitektur konzipiert, aufgebaut und betreut sie seither.

Sechs Serverrollen Live-Synchronisation SonicWall-Firewall Zentrale Administration

Ausgangslage

Standorte verbinden war die einfachere Hälfte der Aufgabe

Die Filialen benötigen Zugriff auf gemeinsame Unternehmensdaten und vor allem auf ein Buchungssystem, dessen Daten zwischen den Standorten laufend abgeglichen werden müssen. Die Herausforderung bestand deshalb nicht darin, Standorte irgendwie miteinander zu verbinden – sondern darin, die gesamte Infrastruktur so auszulegen, dass die zentralen Anwendungen und die Buchungsdaten zuverlässig und sicher zur Verfügung stehen.

Für den Geschäftsbetrieb ist das der entscheidende Punkt: Eine an einem Standort vorgenommene Buchung muss auch für die anderen beteiligten Systeme zeitnah verfügbar sein. Eine Verbindung, die "meistens" trägt, reicht dafür nicht.

Gleichzeitig sollte die Administration nicht an jedem Standort einzeln erfolgen, sondern zentral von Köln aus – bis hinunter zu den Access Points im WLAN.

Die Lösung

Sechs Serverrollen, bewusst getrennt

Statt einer Maschine, die alles gleichzeitig tut, wurde jede Aufgabe einem eigenen System zugewiesen. Fällt eine Rolle aus oder braucht sie Wartung, hängt nicht der ganze Betrieb daran.

Buchungsserver

Das geschäftskritische System. Ausgelegt auf stabile Standortverbindungen, geringe Latenz und zuverlässige Datenbank- und Anwendungskommunikation – damit Buchungen standortübergreifend aktuell bleiben.

Fileserver

Stellt gemeinsam benötigte Unternehmensdaten für berechtigte Mitarbeiter und Standorte bereit. Berechtigungen und Datenstrukturen werden zentral gepflegt, statt an jedem Standort eigene Bestände zu führen.

Microsoft Exchange Server

Zentrale E-Mail-Kommunikation: Postfächer, Verteiler, gemeinsame Adressinformationen und mobile Zugriffe an einer Stelle verwaltet.

E-Mail-Archivierungsserver

Bewusst getrennt vom Exchange Server. Produktivsystem und langfristige Aufbewahrung haben unterschiedliche Anforderungen – die Trennung erleichtert vor allem das Wiederfinden alter Geschäftskorrespondenz.

Terminalserver

Stellt Anwendungen zentral bereit. Die Software muss nicht an jedem entfernten Standort als eigene Installation betrieben und aktualisiert werden – ein Update wirkt für alle.

Proxyserver

Steuert den Internetzugriff nach den betrieblichen Vorgaben zentral, unabhängig davon, an welchem Arbeitsplatz jemand sitzt.

Sicherheit und Netzwerk

Eine zentrale SonicWall-Firewall statt einer je Standort

Über die Firewall werden Netzwerkzugriffe kontrolliert und die Kommunikation zwischen internen und externen Netzen abgesichert. Berücksichtigt wurden:

  • Firewall-Regelwerke an einer Stelle gepflegt
  • Standortverbindungen und ihre Absicherung
  • Zugriffskontrolle auf die zentralen Server
  • Kontrollierte externe Zugänge statt offener Ports
  • Überwachung der Netzwerkkommunikation
  • Zentrale WLAN-Steuerung mit einheitlichen Sicherheitsrichtlinien

WLAN

Eine Konfigurationsänderung, kein Technikereinsatz

Auch die WLAN-Infrastruktur der Standorte wurde in das zentrale Management einbezogen. Die Access Points werden zentral verwaltet, Sicherheitsrichtlinien gelten einheitlich, und eine Änderung wird einmal eingetragen statt an jedem Standort einzeln.

Der praktische Unterschied zeigt sich im Alltag: Eine Anpassung, die früher eine Anfahrt bedeutet hätte, ist heute eine Konfigurationsänderung. Auch die Fehlersuche beginnt damit nicht mehr mit einer Fahrt, sondern mit einem Blick auf die Konfiguration.

Datensicherung

Die Buchungsdaten haben im Backup-Konzept besonderes Gewicht

Die zentralen Serversysteme und die geschäftskritischen Daten wurden in ein strukturiertes Backup-Konzept eingebunden. Es berücksichtigt:

  • Serverdaten und Unternehmensdaten
  • Buchungsdaten mit eigener Betrachtung
  • Definierte Sicherungsintervalle
  • Festgelegte Aufbewahrungszeiten
  • Geprüfte Wiederherstellungsmöglichkeiten
  • Überwachung der Backup-Jobs

Ergebnis

Eine Plattform, die von einem Ort aus betreut wird

Entstanden ist eine zentral administrierbare IT-Plattform, über die mehrere Standorte miteinander verbunden sind und von Köln aus betreut werden. Störungen und notwendige Änderungen lassen sich in vielen Fällen zentral bearbeiten, ohne dass jemand zum Standort fahren muss.

INFONET betreut die Umgebung im laufenden Betrieb: Serveradministration, Exchange, Buchungsserver, Terminalserver, Mailarchiv, Fileserver, Proxy, Firewall, Standortverbindungen, WLAN, Backup, Benutzerverwaltung, Patchmanagement, Monitoring und Fehleranalyse.

  • Mehrere Standorte zentral miteinander verbunden
  • Standortübergreifendes Buchungssystem mit laufender Synchronisation
  • Sechs Serverrollen getrennt betrieben statt gebündelt
  • Zentrale Firewall und zentral gesteuertes WLAN
  • Zentrale Datensicherung mit Blick auf die Buchungsdaten
  • Administration von Köln aus statt an jedem Standort

Projektdaten auf einen Blick
Mehrere Standorte · zentrale Steuerung aus Köln · Fileserver · Microsoft Exchange Server · Buchungsserver · E-Mail-Archivierungsserver · Terminalserver · Proxyserver · SonicWall Firewall · zentrale WLAN-Steuerung · standortübergreifende Synchronisation des Buchungssystems · Backup · laufende IT-Betreuung

Häufige Fragen

Was Interessenten dazu meistens fragen

Warum sechs Server statt einem großen?

Weil die Rollen unterschiedliche Lastprofile, Wartungsfenster und Sicherheitsanforderungen haben. Ein Exchange-Update darf nicht das Buchungssystem anhalten, und ein Mailarchiv braucht andere Aufbewahrungsregeln als ein Fileserver. Getrennte Rollen kosten etwas mehr Grundaufwand und sparen im Betrieb sehr viel Ärger.

Muss der Terminalserver sein, oder geht auch VPN?

Beides hat seinen Platz. Ein Terminalserver lohnt sich, wenn dieselbe Anwendung an vielen Standorten laufen soll und Daten in der Nähe des Servers liegen müssen – dann wandert nur das Bild über die Leitung, nicht die Datenmenge. Für einzelne Arbeitsplätze mit wenig Datenverkehr ist VPN oft ausreichend.

Wie schnell ist eine Buchung an den anderen Standorten sichtbar?

Das hängt am Zusammenspiel von Leitung, Latenz und der Anwendung selbst. Deshalb steht am Anfang die Frage, welche Anforderungen das Fachverfahren tatsächlich stellt – und danach richtet sich die Auslegung der Standortverbindungen, nicht umgekehrt.

Lässt sich so etwas auch mit Cloud-Diensten bauen?

Teilweise, ja – bei diesem Kunden lag der Schwerpunkt auf eigenen Servern, weil das Buchungssystem eine klassische Windows-Serverumgebung braucht. Bei anderen Projekten wandern Mail und Dateiablage in Microsoft 365 und nur die Fachanwendung bleibt auf einem Server. Wie eine solche gemischte Lösung aussieht, zeigt unsere Fallstudie zur Cloud-Migration.

Hinweis zur Vertraulichkeit

Aus Gründen der Vertraulichkeit veröffentlichen wir Kundennamen und Ansprechpartner nur mit ausdrücklicher Zustimmung. Bei konkretem Interesse stellen wir nach Rücksprache mit dem Referenzkunden gerne einen persönlichen Kontakt her.

Kostenloses Erstgespräch

Mehrere Standorte, aber keine gemeinsame IT?

Wir sehen uns an, welche Systeme Ihre Standorte wirklich gemeinsam brauchen – und was sich zentralisieren lässt, ohne dass eine Störung an einer Leitung gleich den ganzen Betrieb anhält.

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